Knapp acht Jahre nach dem letzten Auftritt der Erstligamannschaft des USC Münster in der Beverhalle kam es Anfang September wieder zu einem Stell-dich-ein des benachbarten Bundesligisten im Beverdorf.

In den 2000er-Jahren war der USC mehrfach zu Testspielen gegen hochkarätige nationale oder internationale Konkurrenz in die Beverhalle gekommen. 2017 hatte es dann ein Spiel des Erstligisten gegen die 1. BSV-Damen gegeben, die seinerzeit in der Dritten Liga spielten. Nun erfuhr die Tradition der Gastspiele des Partnervereins eine Fortsetzung mit dem Vorbereitungsmatch gegen das niederländische Topteam von Dynamo Apeldoorn, das sich in der laufenden Saison im Europapokal präsentieren darf.


Spielszene mit den Ex-BSVlerinnen Amelie Strothoff und Esther Spöler im Block

Knapp 150 Zuschauer wollten die Partie sehen. Unter ihnen auch einiges an Volleyball-Prominenz - allen voran Diagonalspielerin Elles Dambrink, die in der letzten Saison mit Schwerin Deutscher Meister geworden war und erst wenige Tage vorher noch mit der niederländischen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Thailand gespielt hatte. Ihre jüngere Schwester gehört zum Team der Apeldoorner Gäste, was sie zum Besuch in der Beverhalle bewegt hatte. Mit ihr gekommen war auch einer der Shooting-Stars der deutschen Volleyballszene: Leana Grozer, Tochter von Georg Grozer junior, gerade einmal 18 Jahre und schon Nationalspielerin. Mit Mia Kirchhoff, der letztjährigen USC-Topscorerin und Neu-Schwerinerin, und der verletzten USC-Angreiferin Elena Kömmling weilten weitere Bundesligaspielerinnen im Publikum. Für die BSV-Anhänger aber auch reizvoll: Esther Spöler und Amelie Strothoff, die beiden früheren BSV-Spielerinnen, nun im Bundesligatrikot des USC zu erleben.


Amelie und Esther nach dem Match im Interview mit Hallensprecher Andreas

Rein sportlich war das Match eine recht einseitige Angelegenheit. Münster gewann alle vier Sätze (25:15, 25:20, 25:22, 25.23). Auch wenn es hinten raus immer knapper zuging: Der USC erschien in der Vorbereitung schon deutlich weiter zu sein als die Gäste, die noch manche Abstimmungsschwierigkeit erkennen ließen und ihre zweifellos beeindruckende Athletik nur bedingt aufs Feld bringen konnten. Doch darauf kam es den wenigsten Zuschauenden an. Sie erlebten einen runden und vielseitigen Abend, der sicherlich auf die anstehende Saison einstimmen konnte.


gemeinsames Foto mit beiden Teams, Feldhelfern und Anschreiberinnen

Und die heimischen Nachwuchsvolleyballerinnen - teilweise als Feldhelfer im Einsatz - konnten nach dem Match auf reichhaltige Autogramm-Jagd gehen...


auf Autogramm-Jagd (hier bei Elles Dambrink)