Unsere Zweitligadamen konnten nach einer Energieleistung beim RC Sorpesee einen wichtigen 3:2-Erfolg (25:16, 26:24, 16:25, 20:25, 16:14) feiern und sich für die Tie-Break-Niederlage im Hinspiel revanchieren.

Es war ein langes, hartes Match beider Teams vor einer tollen Kulisse im Sportzentrum Sundern und am Ende hatten unsere Damen den Sieg, den nicht nur ihre Außenangreiferin und frühere RC-Spielerin Laura so sehr gewollt und in ihrer Ansprache vor der Partie heraufbeschworen hatte. 
Schon die erste Rallye des Spiels brachte einen Vorgeschmack auf das, was die Teams und Zuschauer in den folgenden zwei Stunden erwartete: Neunmal überquerte der Ball das Netz, die Angriffsreihen beider Seiten feuerten aus allen Rohren und die Defensivabteilungen hielten leidenschaftlich dagegen. Auch wenn die Gastgeberinnen diesen ersten Ballwechsel für sich entscheiden konnten - unsere Damen kamen gut ins Match, gingen über 4:2 und 12:8 in Führung. Und als der BSV-Service dann an Schärfe noch zunahm, wurde es deutlich. Ostbevern holte sich die Satzführung und blieb auch im Zweiten zunächst obenauf. Mitte des Satzes zogen die Gastgeberinnen dann in Sachen Aufschlagdruck und Angriffslösungen gleich und glichen den Spielstand aus. In einer packenden Crunchtime war der BSV aber noch einen Tick konsequenter und nervenstärker.
Zwar lag unsere Mannschaft nun 2:0 nach Sätzen und der erste Punkt für die Tabelle war im Sack. Doch in der Halle konnte jeder spüren, dass der Kampfgeist der Gastgeberinnen nun voll erwacht und die Begegnung bei Weitem noch nicht entschieden war. Im dritten Abschnitt gelang Sorpesee dann ein bei hohem Druck extrem fehlerarmes Spiel, dem der BSV nicht standhalten konnte. So klar der Eingangssatz ans Gästeteam gegangen war, so deutlich sicherte sich die Heimmannschaft den Satzanschluss. Mit leicht veränderter Formation startete der BSV in Durchgang 4, sicherte sich die erste Führung (8:4), geriet dann aber unter massiven Aufschlagdruck von RC-MVP Pauline Emig , die nicht nur in diesem Element glänzte, sondern auch im Schnellangriff kaum zu stoppen war. Unsere Damen kämpften, um Anschluss zu halten, mussten dann aber gegen Satzende doch abreißen lassen (16:20). Der RC bewies, warum man als Tabellenfünfter in die Partie gegangen war: Aufbauend auf einer agilen und reaktionsschnellen Verteidigung, die das Team lange in der Rallye hält, kommt es über variables Offensivspiel dann irgendwann zum eigenen Punkterfolg. Als Gegner muss man dem zuvorkommen. Das gelang dem BSV in dieser Phase nicht mehr.
So ging es wie im Hinspiel in den fünften Satz und unsere Mannschaft mobilisierte noch einmal alle Willenskraft und Energie, um sich gegen eine erneute Tie-Break-Niederlage zu stemmen. Sorpesee legte vor (0:3), der BSV konterte mit zwei Servicewinnern von Kathrin (3:3). Dann erhöhte Ostbevern durch zwei Blockpunkte von Sabrina und einen klug platzierten Angriff von Johanna auf 7:4. Sorpesee antwortete mit toller Block-Abwehr-Arbeit und Aufschlagdruck und lag zum Seitenwechsel wieder vorn. Kopf-an-Kopf ging es bis zum 13:13. Einen spektakuläre Rallye mit leidenschaftlicher, aber nicht belohnter Abwehrarbeit des BSV brachte der Heimmannschaft des ersten Matchball. Für die Entscheidung des Spiels jedoch sorgte BSV-Kapitänin Kathrin. Wie schon in der Vorwoche gegen Hildesheim mit Kniebeschwerden belastet, hatte sie sich über die lange Distanz durchgebissen und übernahm in dieser kritischen Phase wieder einmal die Verantwortung. Zunächst brachte sie ihren Angriff im Sideout durch, dann servierte sie - mit gütlicher Unterstützung der Netzkante - einen Servicewinner und es hieß: Matchball für den BSV. Ein weiterer mutiger Aufschlag von ihr, Dankeball für den BSV, bei dem sich Mari jedoch auf dem Weg zum Zuspiel mit Melinas Füßen verhakte und nur noch einen Notpass ins Hinterfeld auf Kathrin spielen konnte. Die setzte einen Tip kurz hinter den Block, bei dem sich die RC-Sicherungsspielerin gegenseitig in die Quere kamen und das Spielgerät danach nicht mehr retten konnten. 16:14, 3:2 für den BSV. Nichts für schwache Nerven, aber ein Sieg, der für den BSV noch sehr wichtig sein kann.

MVP auf BSV-Seite - wie hätte es anders sein können - wurde zum sechsten Mal in dieser Saison Kathrin. 

Als hätte die Partie unserm Team nicht schon genug Emotionen entlockt, folgte nach dem Essen in der Halle noch ein wehmütiger Epilog: Mit Pauli und Laura wurden zwei weitere Mitstreiterinnen verabschiedet, die auf dem Hintergrund anstehender Herausforderungen im Arbeitsleben darum gebeten hatten, für die kommende Saison ohne sie zu planen. Schon in dieser Saison hatten sie so viel investiert, um neben ihrer beruflichen Beanspruchung voll für das Team da zu sein. Hannah übernahm es, an die gemeinsame Zeit zu erinnern, warmherzig die Qualitäten der beiden auf und neben dem Spielfeld herauszustellen und garniert mit Anekdoten die bleibenden Spuren und schmerzlichen Lücken, die sie hinterlassen, aufzuzeigen.

Wir danken euch beiden für drei Jahre leidenschaftliches Engagement für den BSV! Alles Gute für die Zukunft - unsere Türen stehen euch immer offen!