Mit 3:1 (23:25, 25:15, 25:18, 25:17) feierten die Zweitligadamen beim SV Energie Cottbus einen wichtigen Dreier und können beruhigt in die letzten vier Partien gehen: Der Klassenverbleib ist praktisch gesichert.

Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist durch den Dreier auf neun Zähler angewachsen. Die Szenarien, dass der TV Cloppenburg diesen Rückstand in den wenigen verbleibenden Begegnungen aufholen kann, um am letzten Spieltag gegen den BSV noch ein "Abstiegsendspiel" zu bekommen, sind eher theoretischer Natur. Ostbevern kann für die siebte Saison in der 2. Bundesliga planen.
Der Erfolg in der Lausitz war letztlich ungefährdet, auch wenn unsere Mannschaft in Durchgang 1 noch ein wenig nach ihrem Rhythmus suchte und noch zu wenig Druck im Aufschlag und Angriff erzeugte, um sich gegenüber dem Tabellenschlusslicht klare Vorteile herauszuspielen. Eine erste Führung der jungen Gastgeberinnen (5:8 aus BSV-Sicht) konnte der BSV kurz darauf egalisieren (10:10), doch für mehr lief es bei unserer Mannschaft vorerst nicht flüssig genug. Kopf an Kopf ging es bis zur Crunchtime (20:20). Als Ostbevern hier auf 23:21 gestellt hatte, sah es so, als ob das Mehr an Erfahrung schon jetzt den Ausschlag für die Gäste geben sollte. Doch mit vier mutigen Aktionen wendete Cottbus das Momentum und holte sich den Eingangssatz. 
Der BSV reagierte jedoch nicht hektisch, sondern drehte behutsam an den Stellschrauben. Der Aufschlagdruck nahm zu, im Angriff fand der BSV, angeführt von Laura über die Außenposition, mehr und mehr Lösungen und überließ Cottbus das Fehlermachen. Früh hatte man die Führung übernommen (6:2) und im letzten Satzdrittel wurde es dann auch deutlich, als unsere Mannschaft mit Sabrina an der Aufschlaglinie von 18:14 auf 24:14 davonzog.
In den Sätzen 3 und 4 kontrollierte der BSV das Geschehen. Bis etwa Satzmitte hielt das Heimteam mit Stimmung und Zuversicht dagegen und einigermaßen Anschluss, dann sorgte eine Phase schneller und konsequent herausgespielter Punkte für einen entscheidenden Punkteabstand. Am Ende war der Sieg für unsere Damen ungefährdet. 
Im Spielverlauf hatten alle Spielerinnen ihre Einsatzzeit bekommen und ihren Anteil am achten Saisonerfolg eingebracht. Jede, die aufs Feld kam, fand sich nahtlos ein und setzte ihre Akzente. Als MVP wurde auf BSV-Seite Mari ausgezeichnet (erstmals in dieser Saison). Sie hatte zum dritten Durchgang die Regie von Lea übernommen - mit viel Spielfreude und -witz im Gepäck.

In dieser Saison war es die letzte lange Auswärtsfahrt unserer Damen: einmal mehr ein tolles Teamwochenende, das angefangen bei den komfortablen Reisebedingungen im Peters-Bus über eine mehrstündige Stippvisite nach Berlin-Mitte bei herrlichstem Frühlingswetter am Samstagmittag bis zum erfolgreichen Abschluss am Abend auf dem Volleyballfeld, reichlich Grund zur Freude bereit hielt.