Nach großem Kampf mussten sich unsere Zweitligadamen beim VC Osnabrück denkbar knapp mit 2:3 (25:23, 19:25, 23:25, 25:10, 15:17) geschlagen geben, durften aber zum Lohn für ein starkes Spiel einen Punkt mitnehmen.

Es war eines der Spiele, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Vor 300 Zuschauern in der schmucken Osnabrücker Schlosswallhalle, unter ihnen auch eine lautstarke Ostbeverner Kolonie, lieferten sich beide Mannschaften über zwei Stunden einen sehenswerten Schlagabtausch, in dem letztlich nur zwei Aufschläge die Entscheidung brachten: Während die druckvolle Spieleröffnung des BSV bei 15:15 in der Verlängerung des Entscheidungssatzes etwas zu lang segelte, fand der nicht weniger auf Sieg gespielte Antwortservice des VC exakt die Grundlinie. 
In diesem Spielelement hatten die Gastgeberinnen den Abend über in ihrer Heimhalle Vorteile gehabt. In einigen Phasen setzten sie den BSV mit extrem scharfen und platzierten Aufschlägen mächtig zu und verschafften sich Oberwasser wie etwa in Satz 1, als sie sich zunächst auf 9:16 hatten absetzen können. Oder im Zweiten und Dritten, als das Heimteam jeweils Mitte des Satzes einen BSV-Vorsprung wendete. Unsere Damen ihrerseits überzeugten einmal mehr durch gut abgestimmte und von großem Kämpferherz geprägte Block-Abwehr-Arbeit. Phasenweise vereitelten sie nahezu jeden Osnabrücker Angriff, schafften es so, den Rückstand in Durchgang 1 aufzuarbeiten und sich nervenstark die Satzführung zu erobern. Und in Abschnitt 4 stellten sie die VC-Offensive derart kalt, dass die ansonsten überaus spannende Begegnung ein vorübergehend einseitiges Intermezzo erlebte.
Im Tie-Break dann ließ keines der beiden Teams das andere mehr enteilen. Kopf an Kopf ging es auf die Zielgeraden und so mussten schließlich Kleinigkeiten über den Sieger entscheiden, der bei einem Rückschlagspiel nun einmal zwingend vorgesehen ist. Dass der BSV aber zumindest einen Zähler für die Tabelle abbekam, war der verdiente Lohn für ein überaus couragiertes Match, der umso höher wiegt, als unsere Mannschaft neben Sophia - im Hinspiel MVP - auch auf Mittelblockerin Lea, die mit der U20 in Paderborn das WDM-Ticket erspielte, sowie mit Kapitänin Kathrin und Laura noch auf zwei Außenangreiferinnen verzichten musste.

Zur "wertvollsten Spielerin" auf BSV-Seite wurde Libera Franzi Seidel gekürt. Während der Erwärmung war sie noch tausend Tode gestorben, als ihre jüngere Schwester Finja zeitgleich in der Ostbeverner Beverhalle mit der U16 das entscheidende Spiel um das WDM-Ticket hatte und die Spannung dieser Partie über den Liveticker ihren Weg bis auf das Osnabrücker Spielfeld fand. Befreit durch Finjas geglückte WDM-Quali lief Franzi dann im eigenen Match zu Höchstform auf und durfte sich bereits zum vierten Mal in dieser Saison über die Einzelauszeichnung freuen.