Im letzten Spiel des Jahres 2025 gab es für unsere Zweitligadamen keine Punkte mehr: Sie unterlagen am Samstagabend beim Tabellenvierten SSF Bonn mit 1:3 (25:20, 23:25, 18:25, 21:25).
"Wir haben die Partie als Bonus-Spiel eingestuft. Die schwierigen Wochen seit dem Osnabrück-Spiel mit dem Verletzungspech haben wir bravourös durchgestanden und 13 Punkte geholt. Gegen Bonn wollten wir nochmal alles reinhauen, was der Akku hergibt, um möglichst Extrapunkte einzusammeln", fasste Trainer Dominik das Ziel unserer Mannschaft für den Jahresabschluss zusammen. Einsatz und spielerische Leistung stimmten am Samstagabend auch, für Punkte reichte es aber nicht ganz - der Gegner war im entscheidenden Moment einen Tick abgeklärter.
Drei enge, umkämpfte Sätze sahen die gut 120 Zuschauer in der Bonner Hardtberghalle. Unter ihnen etwa 15 lautstarke und sangesfreudige BSV-Anhänger, die unsere Damen hörbar antrieben. Im Ersten überzeugte der BSV durch hohe Aufschlagqualität, eine stabile Annahme, viele starke Abwehraktionen und am Netz vor allem durch seine Außenangreiferinnen. Kathrin gehörte das gesamte Spiel über zu den durchschlagskräftigsten Angreiferinnen, Laura war maßgeblich an einer nahezu perfekten Crunchtime des BSV beteiligt, in der Ostbevern von 16:18 auf 24:19 stellte. Die MVP des Sorpesee-Spiels steuerte sieben der letzten acht BSV-Zähler bei!
Im zweiten Satz konnte der BSV lange eine anfängliche Führung behaupten (6:3, 11:8, 15:12). Dann steigerte sich das Heimteam und schloss auf (20:20), was unsere Damen wiederum zum 23:21 konterten. Der Punktgewinn war dicht vor Augen, doch mit Nervenstärke, guter Abwehrarbeit und einem Plus an Abgezocktheit am Netz gewannen die Gastgeberinnen die letzten vier Ballwechsel und fischten sich den Satzausgleich.
Unverkennbar hinterließ das Satzende des Zweiten Spuren: Bonn war nun obenauf, der BSV hatte zu knabbern. Früh setzten sich das Heimteam im Dritten ab (3:6 und 4:12 aus BSV-Sicht). Zwar fing sich unsere Mannschaft im Satzverlauf wieder und verkürzte den Rückstand auf vier Zähler (13:17), mehr ließ Bonn aber nicht zu, drückte seinerseits nochmal aufs Gaspedal und brachte die Satzführung sicher nach Hause.
Im Vierten dann wieder das enge Match des ersten und zweiten Abschnitts. Bis 20:20 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das geprägt war von Bonner Cleverness und Ostbeverner Kampfeswillen. In der Crunchtime wiederholte sich jedoch das Szenario von Durchgang 2: Die Gastgeberinnen vereitelten jeden Versuch des BSV, im Angriff zu punkten, und nutzten ihre Chancen im Gegenangriff entschlossen.

Laura ließ den BSV am Ende von Satz 1 mehrfach jubeln. (Foto: Sven Fels)
So blieb dem BSV letztendlich nicht mehr als der gewonnene Satz und das Bewusstsein, auch im letzten Spiel des Jahres ansehnlich performt zu haben. Für die nächsten Punkte muss das Jahr 2026 kommen.
Jetzt heißt es erst einmal: Pause machen, durchschnaufen, Verletzungen auskurieren, Zeit für anderes haben und Energie tanken. Am 10. Januar empfängt der BSV zum Hinrundenabschluss den Aufsteiger TV Cloppenburg und es heißt auf's Neue: Auf geht's, BSV!




