Unsere Zweitligadamen erzielten beim Doppelheim-Wochenende einen 3:0-Sieg (25:15, 25:21, 25:21) gegen den VCO Münster und eine 2:3-Niederlage gegen den RC Sorpesee (25:22, 20:25, 25:19, 18:25, 10:15).
"Angesichts unserer personellen Lage sind wir mit der Ausbeute und wie wir diese herausgespielt haben absolut zufrieden", bilanzierte Trainer Dominik. Der BSV hatte an beiden Tagen auf die Verletzten Sophia und Lea komplett und auf Hannah (ein paar Mal zum Service eingewechselt) und Johanna (mit Kurzeinsätzen am Sonntag) weitestgehend verzichten müssen. Weitere angeschlagene Spielerinnen hielten den Doppeleinsatz erfreulicherweise durch, so dass der Heimmannschaft die ganz verwegenen Aufstellungsszenarien erspart blieben.
Die Gäste am Samstagabend reisten mit noch ausgedünnterer Spielerinnendecke an: Lediglich sieben Spielerinnen konnte der VCO Münster aufbieten, die anderen waren entweder über Doppelspielrechte anderswo im Einsatz oder saßen verletzt auf der Tribüne. Trotz der Handicaps sorgten beide Mannschaften für ein munteres Spiel mit zahlreichen sehenswerten Ballwechseln. Es gab krachende Angriffe, dunkle Blocks, lange Rallyes. Die jungen Talente vom Bundesstützpunkt gingen couragiert zu Werke. Das zeigten schon die ersten Ballwechsel der Partie, als Münster durch starken Service mit 5:0 vorlegte. Der BSV seinerseits konnte aber genügend Qualität aufbringen, um die Begegnung zu kontrollieren. Der anfängliche Rückstand war postwendend egalisiert und über 14:7 und 20:9 die Satzführung hergestellt. Die beiden folgenden Sätze gewann Ostbevern von vorn, sie blieben aber enger, weil die Gäste nie aufsteckten und den BSV immer wieder zu konsequentem Spiel zwangen.
MVP auf BSV-Seite wurde Zuspielerin Lea, die am Netz zahlreiche Highlight-Angriffe initiierte. Auf VCO-Seite erhielt die agile Libera Nele Drosihn die Auszeichnung.
Am Samstagabend konnten die BSV-Damen ein glattes 3:0 bejubeln.
Dass den BSV am Sonntagnachmittag ein anderes Spiel erwarten würde, ließ sich schon an der Kadergröße des RC Sorpesee ablesen: Der war nämlich gleich doppelt so breit aufgestellt wie der des Kontrahenten vom Vortag. Ein Umstand, der im Spielverlauf noch seine Wirkung entfalten sollte.
Motivational eingestimmt von Ex-Sorpesee-Spielerin Laura startete der BSV exzellent in die Begegnung. Das Aufschlagspiel war nahezu perfekt - druckvoll und ohne jeden Fehler - und der BSV-Block präsent. Die Damen vom Ruderclub kamen zunächst gar nicht richtig ins Spiel, Ostbevern setzte sich über 9:6 und 14:9 auf 21:15 ab und auch wenn die Gäste sich gegen Satzende allmählich befreien konnten, war die Satzführung für den BSV hochverdient. In den folgenden Sätzen battelten sich beide Teams auf Augenhöhe. Mal schwank das Pendel auf die eine, mal auf die andere Seite und auch wenn die Satzausgänge nicht Spitz auf Knopf liefen, so blieb das Match jederzeit packend für die rund 200 Zuschauer. Die machten mächtig Alarm, weil der RC mit ordentlichem Anhang angereist war und immer eine Partei das Stimmungsheft in die Hand nehmen wollte. So lief alles auf einen langen Nachmittag hinaus und brachte für den BSV den Faktor Kräfteverschleiß zunehmend ins Spiel. Während Gästecoach Martin Barthel auf mehreren Positionen immer wieder neue Impulse einbringen konnte, gingen Ostbevern ab dem siebten Satz des Wochenendes dann doch etwas die Körner aus. Es war immernoch gut, was der BSV präsentierte, doch das Durchsetzungsvermögen und die Präzision gingen ein wenig zurück, so dass der RC hintenraus Oberwasser gewann und den 1:2-Satzrückstand wenden konnte.
Die MVP-Medaille beim BSV verdiente sich Laura, die gegen ihre Ex-Mannschaft eine klasse Partie ablieferte. Auf RC-Seite entschied sich BSV-Coach Dominik für die 17-jährige Ida Bucholski, die den BSV in der Mitte und von der Aufschlaglinie vor einige Probleme gestellt hatte. Die jüngste Spielerin auf dem Parkett stellte indes der BSV. Die mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Clara Struffert feierte mit zwei Kurzeinsätzen ihre Saisonpremiere für den BSV.
Laura zeigte gegen ihr Ex-Team eine starke Leistung. (Fotos: Sven Fels)
Dass der BSV in Anbetracht der angespannten Personaldecke die Weihnachtspause herbeisehnt, ist allzu verständlich. Einmal müssen unsere Damen allerdings vor Weihnachten noch ran: Am kommenden Samstag geht zu SSF Bonn - dann hoffentlich auch noch einmal mit ausreichend großem Kader, um den in dieser Spielzeit sehr stabil aufspielenden Bonnerinnen Gegenwehr geben zu können.




